Hintergründe, Wissenswertes und Ankündigungen.

Protogrid lebt und entwickelt sich täglich weiter. Dafür leben unsere innovativen Ingenieure und kreativen Grafiker, die hier ihre Geschichten, Anekdoten sowie nützliche Tipps und Tricks teilen.

Low-Code - Zukunft der Applikationsentwicklung?

Sonja Blum am 2018-10-05
Mit «Low-Code» werden Entwicklungsumgebungen bezeichnet, in welchen Applikationen mit «wenig Code» erstellt werden können. Dies bedeutet konkret, dass eine App grösstenteils bis vollständig durch optische Elemente statt Programmier-Code definiert werden kann. Statt das Datenmodell mittels ER-Modell («entity relationship model») festzulegen und in SQL zu implementieren, können einzelne Datensätze intuitiv mittels Links verknüpft werden. Das Datenmodell und die Datenbanken werden dann automatisch entsprechend angepasst, ohne dass sich der Entwickler weiter darum kümmern muss. Für die Benutzeroberfläche können Eingabefelder zusammengeklickt und Buttons mit verschiedenen Aktionen hinterlegt werden. So sieht die Vision der Low-Code-Entwicklung aus. Low Code
Low-Code verfolgt dabei folgende Ziele: Einfache Entwicklung, agile Anpassung, mobiler Zugriff, automatische Software-Verteilung und einfache Wartbarkeit. Diese Ziele bringen mehrere Vorteile:
  • Dank einer einfachen Entwicklung sinken die Entwicklungskosten – nicht nur, weil es schneller geht, sondern auch, weil meistens auch die Endbenutzer einen Teil zur Entwicklung beitragen können.
  • Dank agilen Anpassungen können Applikationen schneller produktiv genutzt werden – falls später ganz unerwartet doch noch eine zusätzliche Anforderung auftaucht oder sich sogar das Modell ändern sollte, kann dieses im Nachhinein einfach wieder geändert werden.
  • Durch den mobilen Zugriff können neue Arbeitsplatzformen geschaffen werden – beispielsweise wird Home-Office möglich, was wiederum die eigenen Mitarbeiter motiviert und Ihre Effizienz fördert.
  • Mittels automatischer Software-Verteilung wird die interne IT entlastet – neue Ressourcen werden frei und es können strategische Projekte angegangen werden.
  • Die einfache Wartbarkeit verringert die Betriebskosten («total cost of ownership») und verlängert die Betriebslaufzeit («application life cycle») - da eine Low-Code-Applikation nicht mehr aus mehreren tausend Zeilen Code besteht, ist jederzeit eine schnelle Einarbeitung möglich und kann die Applikation problemlos über viele Jahre gewartet werden.
Aber hält dieses Versprechen einem Treffen mit der Realität stand? Wir haben mit unserer Low-Code-Plattform Protogrid eine mittelkomplexe Applikation implementiert. Wir haben diese Entwicklung aufgezeichnet und mit einer herkömmlichen Entwicklung verglichen. Um einen fairen Vergleich ziehen zu können, haben wir hierfür eine Funktionspunkteanalyse durchgeführt. Aufgrund der Kundenanforderungen ergaben sich 3450 Funktionspunkte.
Umgesetzte Applikation
Wenn man nun diese Funktionspunkte in Personenmonate für eine herkömmliche Java-Entwicklung umrechnet, erhält man 18.8 Monate, also etwa 500'000 Franken. Das real mit Protogrid umgesetzte Projekt kam dank Low-Code auf 2.6 Personenmonate oder 70’000 Franken. Dies entspricht gerade mal 14% der Java-Entwicklung!

Aber lohnen sich solche Investitionen am Ende auch wirklich? Nur weil etwas jetzt schnell und günstig ist, heisst es ja noch nicht, dass man alles kaufen muss, oder? Wir haben bei einem weiteren Entwicklungsprojekt mit Protogrid eine RoI-Analyse («Return on Investment») gemacht. Es ging dabei um die Optimierung des Bestellworkflows im Vertrieb. Die Annahme war, dass 50 Benutzer je 5 Fälle pro Tag bearbeiten, bei welchen Sie mit der neuen Lösung pro Fall 5 Minuten einsparen würden. Dabei sind diese 5 pro Fall Minuten sogar sehr knapp berechnet: Hier eine Adresse aus dem Adressverzeichnis suchen, da eine Mail suchen, dann noch den aktuellsten unter vielen Prospekten finden, etc.

Wie auch immer: All diese kleinen Einsparungen ergeben zusammen in einem Jahr 5208 Stunden. Bei einer Wertschöpfung pro Mitarbeiter und Stunde von 50 Franken entspräche dies etwa 260'400 Franken. Nach Abzug der Betriebskosten verbleibt immer noch ein beachtlicher Netto-Gewinn von 257'777 Franken. Erstaunlich, wie die Produktivität nur durch die Einführung einer kleinen, nützlichen Applikation gesteigert werden kann, nicht? Mit einem low-code-typischen Entwicklungspreis von 7'737 Franken beträgt der RoI somit 0.03 Jahre, also 0.36 Monate, oder nicht mal ganz 11 Tage. Nach weniger als 2 Wochen hat sich die Investition bereits amortisiert und sie beginnen mit sparen. Wissen Sie noch, woran sie vorletzte Woche gearbeitet haben?

Sind Sie interessiert und möchten wissen, welche Einsparungen mit Low-Code in Ihrem Unternehmen möglich sind? Dann melden Sie sich noch heute bei uns, und wir analysieren gemeinsam das Potenzial.

Protogrid 1.7 ist da!

Sonja Blum am 2018-08-17
Wir freuen uns, die neuste Version von Protogrid anzukündigen: Version 1.7 ist da!

Danke dieser neuen Version von Protogrid wird das Arbeitsleben jetzt noch einfacher: Neu gibt es eine Chatfunktion, mit welcher Sie uns jederzeit persönlich erreichen können. So können Sie uns jederzeit alle Ideen und Wünsche für Ihre App mitteilen und erhalten sofort unkomplizierte Antworten. Dank dieser Unterstützung, basierend auf Drift, können Sie in nur 30 Minuten eine App entwicklen, welche Ihnen von nun an jeden Tag 30 Minuten Arbeit abnimmt.

Neue Chatfunktion
Neben der neuen Chatfunktion bietet die Version 1.7 auch diverse Verbesserungen im Bereich der Suche:
  • Auch in Ansichten mit aktiven Filtern kann nun sofort gesucht werden. Dies ist beispielsweise hilfreich, wenn Sie einen ganz bestimmten Termin in der Übersicht aller Termine der nächsten Woche finden wollen.
  • Neu können Ansichten auch nach Relationenfeldern sortiert werden. Sie können also beispielsweise die Termine nach den gebuchten Räumen sortieren, wobei dies nicht nur den Namen des Raumes beinhaltet, sondern auch dessen Kapazität, die Adresse und eine Übersicht der letzten Belegungen.
  • Zudem können Sie nun die Sortierung spezieller Cards selber definieren, indem Sie in der zum Proto gehörenden ServerScript-Library die Funktion "get_sorting_string()" anpassen.
Daneben wurden viele weitere Optimierungen durchgeführt. Besonders an der Geschwindigkeit der Environments konnte einiges verbessert werden, indem nun die meisten Aktionen im Hintergrund geschehen, während Sie sich bereits mit der nächsten Aufgabe befassen.

Sind Sie neugierig? Oder sind Sie ständig zu beschäftigt um die wirklich wichtigen Dinge anzupacken? Dann steigen Sie doch in Ihr bestehendes Protogrid-Environment ein oder registrieren sich ein neues eigenes Environment.

Wenn Sie Fragen, Wünsche oder Ideen haben, zögern Sie nicht, uns telefonisch, per Mail oder im Chat zu kontaktieren 😋

Neuste Änderungen in Protogrid

Sonja Blum am 2018-05-18
Wir freuen uns mitzuteilen, dass Protogrid Version 1.5 und 1.6 im ersten Halbjahr dieses Jahres erschienen ist. Es gab viele kleine Änderungen und Verbesserungen, zusammen mit einigen größeren Funktionserweiterungen.

Neu ist es möglich, Elemente wie Warnungen oder erweiterte Aktionen auszublenden! Vielleicht möchten Sie sie verstecken, um weniger erfahrene Benutzer nicht zu verwirren oder gedankenlose Aktionen zu erschweren.
Verschiedene Elemente ausblenden Um bestimmte Elemente auszublenden, müssen Sie lediglich eine neue Client-SkriptLibrary erstellen und diese mit Ihrer Default Card verknüpfen. Alle Informationen finden Sie in unserem Wiki. Zusätzlich könnten die folgenden Erweiterungen für Sie interessant sein:
  • Größere Ansichten und mehr Einträge in Listen ermöglichen ein noch schnelleres Arbeiten.
  • API-Requests wurden optimiert, um die Latenzzeit zu reduzieren.
  • Server werden durch eine optimierte Architektur effizienter eingesetzt.
  • Sie können nun auch Related Cards finden bei der Suche.
Testen Sie die neue Funktionalität jetzt in Ihrer Protogrid-Umgebung und steigern Sie Ihren Nutzen.
Wenn Sie Fragen oder Wünsche haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.